Mieten

1. Muss ich trotz der Corona-Pandemie weiterhin meine Gewerbemiete zahlen?

Aufgrund der Corona-Pandemie entstehen viele Umsatz- und Auftragsausfälle. Die Betriebskosten laufen jedoch weiter - wie die Gewerbemiete. Andere Unternehmer, wie Gastronomen, Bars, Clubs oder Kulturstätten, können die Gewerberäume nicht nutzen, weil die Ausübung ihrer Tätigkeit nunmehr untersagt ist. Die Mietsache wird von dem Vermieter jedoch zur Nutzung zur Verfügung gestellt, weshalb die behördlichen Anordnungen kein Grund einer Mietminderung darstellen. Denn der Mieter trägt das Riskio die Mietsache verwenden zu können.

2. Muss der Vermieter Schutzmaßnahmen, wie Desinfektionsmittel bei gemeinschaftliche genutzten Flächen zur Verfügung stellen?

Hier kommt es auf den Einzelfall an und die Frage nach einer konkreten Gefahr. Solange demnach kein konkreter Fall einer Infektion nachgewiesen ist, wird die Pflicht zum bereit stellen von Desinfektionsmitteln abgelehnt werden können. Denn die Infektion mit dem Corona-Virus ohne das ein konkreter Anlass bei gemeinschaftlich genutzten Flächen besteht, wird wohl zu dem allgemeinen Lebensrisiko zählen. Für das allgemeine Lebensrisiko haftet der Vermieter nicht.

3. Ich werde meine Miete nicht zahlen können. Droht mir eine außerordentliche Kündigung des Mietvertrages?

Grundsätzlich ist der Vermieter berechtigt, den Mieter außerordentlich zu kündigen, wenn er mit zwei Monatsmieten im Verzug ist. Aktuell wird durch den Bund geprüft, ob für den Vermieter ein Kündigungsverbot wegen der Corona-Krise greift.

4. Welche Möglichkeiten gibt es, meine Miete später zu zahlen?

Eine Möglichkeit ist die Stundung von Gewerbemieten und Wohnungsmieten. Der Vermieter würde damit zu einem späteren Zeitpunkt die Mietzahlung erhalten.


Wie wir Ihnen helfen

  • Erstberatung
  • Rechtliche Möglichkeiten bei Zahlungsunfähigkeit
  • Verhandlung zur Stundung der Miete
  • Verhandlung zur Vertragsanpassung